ST 10 2026 - Kreisliga Nord 1 (KSC3)

Meisterstück oder doch der „Vize“?
Der Aufstieg war bereits sicher – doch satt war beim 1.KSC Kulmbach e.V. 3 deshalb noch lange niemand. Zum letzten Spieltag gegen den KC Nurn 2 ging es schließlich noch um eine ganz entscheidende Frage:
Meisterstück oder doch „nur“ der Vize?
Vor Spielbeginn rief Coach Thomas Otte seine Mannschaft noch einmal zur Teamsitzung zusammen. Nach einem guten Gespräch und reichlich Stärkung – die Tom der Mannschaft übrigens noch schuldig war – konnte es pünktlich losgehen.
Die Ansage war klar: Jeder wollte Platz 1. Mit Platz 2 wollte sich an diesem Abend keiner zufriedengeben.
Ein ungewohnt nervöser Beginn
Von Beginn an entwickelte sich eine Partie, wie man sie von dieser Mannschaft in den vergangenen Wochen eigentlich kaum noch kannte. Block für Block ging es hin und her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen oder eine komfortable Führung herausspielen. Dazu schlichen sich bei den Kulmbachern überraschend viele Leichtsinnsfehler ein – Fehler, die man über die gesamte Saison eigentlich kaum gesehen hatte.
Waren die Jungs und Mädels etwa nervös? Lag es am Druck, unbedingt Meister werden zu wollen? Oder waren einfach alle noch zu vollgefressen? So ganz wusste man es nicht.
Fest stand nur: Dieses knappe Hin und Her war ungewohnt. Schließlich hatte die Mannschaft in den vergangenen Spielen immer wieder gezeigt, wie dominant sie auftreten kann.
Das Comeback des Coaches
Dann kam es zu einem Moment, auf den die Mannschaft offenbar schon länger gewartet hatte. Auf vielfachen Wunsch des Teams wurde Coach Thomas Otte eingewechselt. Nach seiner schweren Verletzung im August war es tatsächlich das erste Mal, dass er wieder selbst am Tisch stand. Und das merkte man auch sofort.
Denn das Comeback begann standesgemäß mit einer... Niederlage im Doppel. Vielleicht brauchte der Coach einfach noch ein paar Minuten, um sich daran zu erinnern, wie das Ganze funktioniert. 😉
Dieser Meistertitel gehört der gesamten Mannschaft!
Teamgeist vor Ego
Vor dem letzten Block folgte dann eine Szene, die mindestens genauso wichtig war wie jeder einzelne Sieg an diesem Abend. Chris Zeh zeigte echten Teamgeist und bat von sich aus darum, ausgewechselt zu werden. Seine eigene Leistung entsprach an diesem Abend einfach nicht seinen Vorstellungen – und statt das eigene Ego über die Mannschaft zu stellen, traf er eine Entscheidung im Sinne des Teams.
Genau das ist Teamgeist. Genau das ist der Wille, gemeinsam zu gewinnen. Stark, Chris! Damit blieb Coach und Spielführer Otte im entscheidenden letzten Block nicht mehr viel anderes übrig, als noch einmal zu rotieren – und sich selbst aufgestellt zu lassen.
Mit Erfolg!
Ein paar kleine Kniffe in der Aufstellung und vor allem die nötige Konzentration bei allen Beteiligten sorgten dafür, dass die Kulmbacher im entscheidenden Moment noch einmal eine Schippe drauflegten. Plötzlich war die Sicherheit wieder da.
Auch Otte konnte aufatmen, fand schnell zurück in sein gewohntes Spiel – und im letzten Block ließen die Kulmbacher den Nurnern schließlich keine Chance mehr. Am Ende stand ein deutlicher 33:23 Sieg auf dem Papier.
Und damit war die Frage beantwortet: Vize? Nein danke. MEISTER! 🏆
Einer für alle – alle für den Titel
Bei aller Freude über einzelne starke Leistungen darf eines auf keinen Fall vergessen werden: Dieser Meistertitel gehört der gesamten Mannschaft!
Jeder einzelne Spieler hat im Laufe der Saison seinen Teil dazu beigetragen. Egal ob mit wichtigen Punkten am Tisch, mit Unterstützung neben dem Tisch, mit Teamgeist in schwierigen Situationen oder einfach damit, im entscheidenden Moment für die Mannschaft da zu sein.
Ohne jeden Einzelnen wäre diese Saison so nicht möglich gewesen. Eine Leistung verdient dennoch eine besondere Erwähnung: Stefan Fietz spielte eine außergewöhnliche Saison und setzte dabei noch ein echtes Ausrufezeichen. Er beendet die Saison auf Platz 1 der Doppelrangliste – und das mit weitem Abstand auf den Zweitplatzierten!
Eine beeindruckende Leistung, die zeigt, wie konstant und stark Stefan über die gesamte Saison hinweg unterwegs war. Chapeau, Stefan! Und trotzdem passt gerade dieser Erfolg perfekt zu dieser Mannschaft: Am Ende gewinnt keiner alleine. Die Meisterschaft ist das Ergebnis vieler einzelner Leistungen, die zusammen ein großes Ganzes ergeben haben.
Fazit:
Was bleibt nach dieser Saison? Vor allem die Erkenntnis, dass dieser Erfolg alles andere als selbstverständlich ist.
Zu Beginn stand eine Mannschaft zusammen, die in dieser Form noch nie gemeinsam gespielt hatte. Unterschiedliche Charaktere, unterschiedliche Spielweisen und Persönlichkeiten, die nicht immer ganz einfach unter einen Hut zu bekommen waren. Umso bemerkenswerter ist, was daraus im Laufe der Saison entstanden ist. Aus einzelnen Spielern wurde eine Mannschaft. Es wurde gewonnen, gekämpft, diskutiert, gelacht und sicherlich auch das eine oder andere Mal geflucht. Aber wenn es darauf ankam, war das Team da.
Jeder hat seinen Teil beigetragen. Jeder war wichtig. Und genau deshalb ist dieser Erfolg am Ende auch ein Erfolg der gesamten Mannschaft. Der Lohn dafür ist ein absolut verdienter Aufstieg – gekrönt mit dem Meistertitel. Was diese Mannschaft wirklich alles erreichen kann? Das werden wir dann wohl in der nächsten Saison herausfinden. Bis dahin darf aber erst einmal gefeiert werden. Glückwunsch an den 1.KSC Kulmbach e.V. 3 zum Aufstieg und zur MEISTERSCHAFT! 🏆🎯
