Heut geht's um die Leberwurst
Showdown am 19.06.26 in der Kickerhölle von Aschbach. Kulmbach war beinahe komplett, aber da die „Hubatschn“ beruflich verhindert waren, haben wir uns Verstärkung mit Daniel Görlich und Thomas Otte geholt und sind folglich gut gelaunt nach Aschbach gefahren.
SF Kießling musste sein Team nicht besonders motivieren, denn jeder wusste, dass es heute darum geht, einen weiteren wichtigen Schritt zu tun, um unser Ziel zu erreichen – und es sollte heute nicht einfach werden.
Oha – die Aschbacher waren motiviert und schossen sich warm – dass konnte man daran hören, dass schon bei unserer Ankunft es im Spielraum nur so krachte und schepperte.
Da zeitgleich ein weiteres Ligaspiel der Aschbacher stattfand, war die Hütte voll und alle Tische besetzt, sodass Aschbach 1 vs. Kulmbach 1 nur auf 2 Tischen ihre Begegnungen absolvieren konnten. Nach einer knappen Begrüßung durch die Aschbacher wurde sofort klar, die waren angespannt und wollten sofort loslegen und heute gewinnen. Bevor aber das Spiel begonnen wurde, haben die Kulmbacher darum gebeten, die laute Musik aus zu machen, denn der Lärmpegel war auch aufgrund der 2. Begegnung sehr hoch.
Der Wunsch der Kulmbacher wurde aber seitens der Aschbacher abgelehnt und die Lautstärke der Musik wurde nur etwas zurückgedreht. Eine erneute Bitte, die Musik noch mehr zurückzudrehen, wurde nur sehr zögerlich vollzogen, was einigen Kulmbachern sehr zu schaffen machte. Im weiteren Verlauf des Abends wurde die Musik dann doch immer wieder etwas hoch und nieder gedreht weshalb einige Spieler meines Teams dahinter eine gewisse Taktik vermuteten.
Und so startete man ins erste Viertel und schon gings los. Streitereien am Tisch bezüglich Regelauslegungen und Einmischungen von außen verbreiteten gleich mal eine unangenehme Spannung, die sich lautstark äußerte. Gespielt wurde dann trotzdem und das erste Viertel endete 8:6 für Kulmbach.
Wenn ich die Disco zum kickern geh, ist mir die Lautstärke wurscht – aber nicht bei einem Ligaspiel...
Wurden die meisten vorherigen Punkte noch in den Doppeln errungen, so herrschte da plötzlich Ladehemmung und die Kulmbacher verloren beide Doppel. Somit war den Aschbachern klar, ein Sieg wäre noch möglich und die Anspannung wuchs – und auch der Lärmpegel, der sich bei einem Spaßspiel von Spielern der Aschbacher abseits der Spieltische immer weiter erhöhte.
Als Kulmbach dann nachfragte, ob die „Schreierei“ (kann ich leider bestätigen) am Nebentisch in Ordnung seien, ist die Sache eskaliert und das Spiel wurde seitens des Aschbacher Spielers abgebrochen - und leider für Kulmbach gewertet. In diesem Zusammenhang fiel eine sehr abfällige Beleidigung einer Aschbacher Spielerin gegenüber einem meiner Mitspieler – das geht gar nicht.
Gott sei Dank hat Daniel Görlich sein Einzel in normaler Atmosphäre gewonnen und für mich hat Kulmbach nur gefühlte 29 Punkte erreicht.
Fazit:
Obwohl wir uns alle im Nachhinein wieder vertragen haben, war es für mich kein schöner Spieltag und über den Sieg kann ich mich irgendwie nicht so richtig freuen. Wir haben keinen Stress mit den Aschbachern – ganz im Gegenteil. Und wenn man sich mag, ist es oftmals schwer, einen für beide Seiten fairen Kompromiss einzugehen und gibt halt nach.
Aber dieses Nachgeben meinerseits haben mir meine Spieler vorgeworfen, war nicht richtig. Es war das Topspiel des Tages, bei dem es um Aufstieg JA oder NEIN ging – für beide Seiten. Und bei so einem wichtigen Spiel sollten auch die sportlichen Voraussetzungen gegeben sein. Aussage eines meiner Spieler: „wenn ich in der Disco kickern will, geh ich in die Disco. Da ist mir die Lautstärke wurscht. Hier geht es um professionellen Tischfussball bei einem Ligaspiel und da möchte man sich konzentrieren und nicht permanent von lauter Musik vollgedröhnt werden. Unter diesen Voraussetzungen möchte ich hier nicht mehr spielen.“
Eine Umfrage unter meinen Spielern ergab, dass 5 Leute aus meiner Mannschaft diese Lautstärke nicht in Ordnung fanden und enttäuscht sind, dass unserer Bitte, die Musik abzuschalten, nicht nachgekommen wurde.





